Harald Range macht die beste Figur

Wenn einer für erledigt erklärt wird, weil er seinen Job macht, hat er alles Recht, sich dagegen zu wehren. Harald Range wurde zum Buhmann der Affäre um den angeblichen Landesverrat von zwei Journalisten, weil er ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet hat. Justizminister Heiko Maas (SPD) → will ihn bremsen, Range poltert zurück und kritisiert einen „unerträglichen Eingriff“ in die Unabhängigkeit der Justiz, weil das „mögliche Ergebnis politisch nicht opportun erscheint“.

Die Schwierigkeit der Affäre ist: Alle haben Recht. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat das Recht, auch mit den Mitteln einer Strafanzeige seines Amtes gegen den Verrat von Dienst- oder Staatsgeheimnissen vorzugehen. Range hat das Recht (und die Pflicht), Ermittlungen einzuleiten, wenn er einen entsprechenden Anfangsverdacht erkennt. Minister Maas hat das Recht, den ihm unterstellten Strafverfolger dennoch zu stoppen und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Recht, ihm dabei den Rücken zu stärken. Nicht zuletzt haben die beiden betroffenen Aktivisten der Enthüllungsplattform „Netzpolitik.org“ das Recht, sich als Opfer schreienden Unrechts zu präsentieren und an der großen Glocke der Pressefreiheit zu bimmeln.

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