Sie kommen aus Höflichkeit, um Merkel zu helfen

Ich war neulich im Norden Malis. Bundeswehr-Blauhelme sollen dort demnächst helfen, die Lage zu stabilisieren. Gleichzeitig fühlen sich in dem westafrikanischen Land viele Menschen geradezu aufgefordert, nach Deutschland zu kommen.

Tuareg sitzen in Lehmhütten vor dem Fernseher und staunen über den immer länger werdenden Treck ins Gelobte Land. Sie wissen auch, daß derzeit 200.000 an den nordafrikanischen Küsten auf besseres Wetter warten, und daß sich darunter immer mehr Nigerianer befinden.

Sie freuen sich, wenn mal ein Deutscher vorbeikommt, den sie fragen können, wie sie das jetzt anstellen sollen. Sie sagen: Merkel hat uns eingeladen zu kommen, aber wir wissen nicht, wie wir das machen sollen. Nicht jeder von uns hat das Geld für die riskante Passage durch die Sahara, nicht jeder für die Schlepper, die uns über das Meer bringen. Viele verdursten in der Wüste oder ertrinken im Meer.

Sie sagen nicht: Uns geht es so unendlich schlecht, wir sehen gar keinen anderen Ausweg, als nach Deutschland zu ziehen – das Elend allein treibt uns fort, wir können nicht anders. Eher hört es sich an, als würden sie im Zweifelsfall aus Höflichkeit kommen, um Merkels Fachkräftemangel zu beheben.

Quelle: achgut >>>

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