Mohammedullah

Mohammedullah war im Iran gewesen, hatte dort illegal als Tagelöhner gearbeitet. Zu Hause beschloss sein Vater: Nun sei es an der Zeit, ihn zu verheiraten. Mit einer Cousine, wie üblich. Mohammedullah wurde nicht gefragt, die Braut erst recht nicht.

Auch danach nahm sie niemals ihren schwarzen Schleier ab. Nicht im Hof, nicht im Haus. Nach draußen ging sie ohnehin niemals, treu der paschtunischen Tradition, dass die Frau nach der Hochzeit ihr Heim, ein hoch ummauertes Anwesen von der Größe eines halben Fußballplatzes, erst als Tote wieder verlassen sollte.

Nie rufe er sie bei ihrem Namen, erzählt Mohammedullah: „Ich sage immer nur: Komm her! Tu das! Mach jenes!“ Auch der Sex, erwähnt er beiläufig, sei nicht so viel anders als mit einem Schaf: kurz, bündig, von hinten. Dass sie nach fünf Jahren nur zwei Kinder haben, liegt daran, dass er aus dem Iran etwas mitgebracht hatte, was in seinem Dorf sonst keiner kannte: Kondome. Die wieder und wieder benutzt wurden, denn Nachschub war in Sabul nicht zu bekommen.

Quelle: Stern

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