Die Kirche soll endlich aufhören, vor dem Zeitgeist zu kriechen!

philosophia perennis

Ein Gastbeitrag von Hans-Jürgen Schmelzer

Der Sonntagsgottesdienst in meiner Ortskirche stand unter dem Motto Reformation damals und heute. Thema: Luthers Thesenanschlag. Den Raum erfüllt ein irischer Song, der einem als Schlager seit Jahrzehnten eingängig ist.

Der wichtigste Kirchenplatz des Reformators – die Kanzel – leer. Der Pfarrer hat Anderes zu tun. Papierschnitzel werden ausgeteilt, dazu nagelneue Stifte.

Nachdem das erste Halbdutzend Lutherthesen verlesen und kaum kommentiert worden ist, „an die Arbeit, Christinnen und Christen!“ Thesen zur Reform damals, Thesen für Veränderungen heute. „Ihr seid dran!“ Zur Überbrückung des papierraschelnden Gewusels übt ein dem Kirchengestühl entstiegener Singmeister mit der Gemeinde einen neuen Kanon ein. Auch dieser Song gefällt sich in lutherfremdem Überseesound. „Seid ihr soweit?“ – „Sind wir.“ – „Na da sammeln wir mal ein!“

Ich zähle mehr Versammelte als sonst, dennoch übersichtlich. Nun werden vor dem Altar die Zettelchen aufgefaltet, die Thesen eine nach der anderen verlesen. Der Pfarrer hämmert…

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